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Hier ein Bericht von der Korfu Abifahrt 2010 Vielen Dank für die Zusendung
Korfu 2010 mit Crystal-Tours
Tag 1 – Wie kann man so betrunken sein wenn man das Reiseziel noch gar nicht erreicht hat?
Venedig, 8 Uhr morgens. Die Sonne wird von Minute zu Minute wärmer, so dass ich bereits wie ein typischer flip-flop tragender Touri aussah noch bevor die riesige Fähre der Minoan Lines in den Hafen einfuhr. War das ein Schiff! Eine kleine Stadt auf dem Meer – innen wie außen strahlte das Schiff puren Luxus aus. Für eine Fährenjungfrau wie mich schon ein außergewöhnliches Erlebnis. Kaum war das Gepäck in der Kabine verstaut versammelten sich auch schon alle an Deck, denn dort war ein großer Pool und eine Bar. Ein guter Anfang für den Urlaub. Vor allem weil wir nach zwei Stunden saufen in der prallen, noch italienischen Sonne schon sternhagelvoll waren. Also haben wir zur Ausnüchterung erst mal ein paar Runden im Casino gezockt. Die 350 Leute, die mit Crystal-Tours nach Korfu reisten, verteilten sich nach Untergang der Sonne auf der ganzen Fähre. Gegen Mitternacht konnte man allerdings wieder alle versammelt an einem Ort finden: in dem Club der Minoan Lines. Was später passiert ist? Keine Ahnung... Such jemanden der nüchtern war und frag den.
Tag 2 – Den Greek Style gleich voll in die Fresse...
Der Crystal-Tours Bus setzte uns in Gouvia ab. Gouvia sieht aus wie eine Miniaturstadt mit vielen Bars, Hotels, Restaurants, Shops, Supermärkten und Cafe´s. Insgesamt sollen hier nun 500 Partypeople in einer Mischung aus Berlinern, Münchnern und Freiburgern sein, um mit Crystal-Tours ihr bestandenes Abitur zu feiern. Nach dem Einchecken ins Omiros, ein kleines und merkwürdigerweise trotzdem imposantes Hotel mit beleuchtetem Springbrunnen im Pool, hieß es erst mal duschen und hübsch machen. Auf dem Plan steht Greek Night. Und die war mal wirklich Greek. Das unglaubliche gute Essen wurde zur Nebensache als die hübschen griechischen Brüder anfingen zu tanzen und deren Vater, mit Spritus bewaffnet, ein Feuer um sie legte. Die Flammen reichten fast bis zu dem Strohdach der Taverna Aries während der Vater der hübschen Brüder mit großer Freude Metallteller um sich warf. Gegen Mitternacht waren die Tische leer und die 150 Gäste tanzten auf griechische Rhythmen in der Mitte der Taverna. Syrtaki kann ich seit diesem Abend übrigens auch :D Schon halbvoll von dem Wein starteten wir mit den Reiseleitern ins Whispers, ein kleiner halboffener Club direkt neben dem Hotel – "wie praktisch, nur einmal umfallen..." Janno, einer der Reiseleiter, überredete mich gleich mal zu einem Vulkano. Das war Sambuca der in meinem Mund angezündet wurde um Zimt rein zu streuen und mich wie ein feuerspeienden Drachen aussehen zu lassen. So, das war die Zerstörung dieses Abends. Ich weis noch, dass ich mit Klamotten ins Meer gelaufen bin.
Tag 3 – Ich werde nie wieder in meinem Leben einen Club finden, den ich mehr liebe!
Ich öffnete meine Augen. Ich war mir hundertprozentig sicher, dass wenn ich mich bewegen würde, mir schlecht wird und in meinem Kopf ein Presslufthammer losgeht. Ich stand auf und... weder Übelkeit noch Presslufthammer! Ich fühlte mich großartig und fit, und dass nach vier Stunden Schlaf. Nach einem halben Liter "Milko" (griechischer Kaaba – unbedingt testen!) und einer Pita ging es ab zum Bus der uns an den Glyfada Beach brachte. So einen geilen Strand habt ihr noch nicht gesehen! Feiner Sand, überall Bars, Musik und Griechen sowie Touristen, die hier in Eintracht zusammen feiern. Ab zum Tourishop und erst mal ein aufblasbares Krokodil zum Wellenreiten gekauft. Jippie! Wenn man geschickt in die Welle springt nimmt sie einen MINDESTENS 15 Meter mit! Abends war ich eigentlich schon total fertig von der Sonne und dem Wellenreiten aber ein Greek Salad und zwei Souvlakispießchen füllten meinen Energiespeicher gleich wieder auf. Im Morfes wurden ich und meine Freundinnen auf einen total abgefahrenen Drink eingeladen, der in einem Cocktailglas mit zwei verschiedenen vollen Shotgläsern darin serviert wurde. Ich weiß bis heute nicht wie dieser Drink heißt aber er schmeckt fantastisch und knallt ordentlich. Gegen Mitternacht brachte uns der Bus in den Palmenclub Tartaya. Es ist der schönste Club der Welt. Behaupte ich jetzt einfach mal. Ich war überwältigt. Ein Zauberwald aus beleuchteten Palmen und Pflanzen, eine Mischung aus Chill-out-Lounge, Bar und halboffenem Club. Niko, der Barmann, ist mir auf Anhieb aufgefallen. Verrückter Typ. Er gab mir den Spitznamen "Hungry Hippie". Übrigens kann man diesen nun auch als Drink im Tartaya bestellen. Am liebsten hätte ich den Club ausgerissen und ihn mit nach München genommen. Inklusive Niko. Das war ein großartiger Abend! Ich danke dem Crystal-Tours Team für diese Erfahrung.
Tag 4 – Strawanzen im Mondlicht
Tagsüber hatten wir die Möglichkeit in das berühmte Aqualand zu fahren, Paintball auf einem riesigen Gelände zu spielen oder einfach mal auszuspannen. Ich beschloss in Gouvia shoppen zu gehen. Jede Menge Shops mit netten Verkäufern und gut gemachten Fälschungen, Mittagessen im Aglio Olio und ein Drink bei Georgos an der Omiros Bar mit anschließendem Hippiejump in den Pool machten meinen Nachmittag perfekt. Abends brachte uns der Bus nach Kerkyra, Korfu Stadt. Ich folgte den Reiseleitern in ein Hotel mit Terrasse hoch oben über der beleuchteten Stadt. Man hatte eine wunderbare Aussicht auf das Sissi Schloss und den Hafen. Später sind wir noch durch die Gassen von Kerkyra bis zu einem riesigen Café gelaufen, das selbst Mitternachts noch gesteckt voll war. Zurück in Gouvia mussten wir natürlich noch ins Whispers, da führt eh schon kein Weg mehr dran vorbei. Alle trafen sich dort mit ihren neuen griechischen Freunden um den Club für ein paar Stunden in den Ausnahmezustand zu versetzen. Nach einigen Applewodka im Whispers erlebte ich unter dem hellen Licht des Mondes einen der schönsten Momente meines Lebens. Sex am Strand.
Tag 5 – Ein Tag im Paradies mit Romeo und Julia
Seit diesem Tag könnte ich mir vorstellen meinen soliden Job im Marketing gegen den eines Bootsfahrers einzutauschen. Mit dem Boot entlang der Küste Korfu´s zu fahren, den Wind zu spüren und in den Bewegungen der Wellen zu schaukeln war einfach wunderbar. Da wir aufgeteilt auf zwei Boote zum verlassenen Strand schipperten war es zwingend notwendig sich in Lautstärke der Musik und Promillegesamtwert der Insassen zu übertrumpfen. Es sind ein paar wirklich gute Videos dabei rausgekommen, denn die Crystal-Tours Video Crew ließ es sich nicht nehmen uns mit dem Speedboat und sämtlichen Über- und Unterwasserkameras zu folgen. Nach kurzem Klippenspringen (ich Angsthase habe mich natürlich nicht getraut) legten wir am Paradise Beach an. Ein absolut verlassener Strand, denn er ist nur mit dem Boot erreichbar. Das Einzige was an diesem verlassenen Strand auf uns wartete war ein saftiges BBQ. "Jippie, dann gehen auf den Rückweg gleich noch zwei Amstel Bierchen rein". Die Boote brachten uns nach zwei Stunden Sonnen und Schwimmen wieder an den Hafen von Gouvia zurück. Am Abend wurden wir in einen luxuriösen Club gebracht: Romeo und Julia. Heiße Beats in einer Mischung aus Elektro und RnB, eine komplett weiße Innenausstattung, eine ewig lange Bar und eine riesige Terrasse im Außenbereich überzeugten 500 Leute sofort. Das es einen Club dieser Art (Pacha-like) auf Korfu gibt hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Jemand hat mir erzählt, dass wir an diesem Abend noch im Whispers gelandet sind. "Erzähl kein Scheiß" war meine Antwort.
Erste Regel auf Korfu: There is no "no" on Korfu!
Tag 6 – Edem, Edem, Edem....
Mittags saßen wir bereits beim ersten Cocktail in der Aloha Beach Bar am Glyfada, als 500 Partypeople mit zehn Bussen anrückten und die Bar innerhalb einer halben Stunde füllten. Heute sollen zehn von den ca. 300 Mädels in einem Contest gegeneinander antreten um die schönste und verrückteste unter ihnen zu küren. Über die Aufgaben, welche die Mädels bestehen mussten, habe ich mir den Arsch abgelacht: Einen Mann mit Sonnencreme eincremen. Allerdings ohne Hände. Oder an den Strand laufen und so viele Männer wie möglich an die Bar holen. Der Haken: Jeder musste eine andere Nation haben. Letztendlich standen dann auch wirklich vom Holländer bis zum Taliban alle Nationen da. Abends war ich dann schon wieder voll wie ein Haus.... Wenn man keinen Kater bekommt weil diese Insel merkwürdigerweise kein Leiden zulässt, neigt man dazu auszutesten wie viel rein geht. Auf Korfu fühlt man sich immer wohl. Selbst wenn man sich mit Einsatz der Klimaanlage verkühlt hat, was vielen bei 39 Grad Aussentemperatur passiert. Nach einem Besuch beim Crystal-Doc (hat Ähnlichkeit mit dem Gärtner von "Desperate Housewifes") und zwei Aspirin kann man wieder feiern als wenn es kein morgen gäbe. Also los geht´s ins Edem. Ein wunderschöner Club direkt am Strand. Die Musik dort war ein einzigartiger Mix aus Chill-Out, Lounge, House und Elektro - direkt aus den Zauberhänden von DJ Lindo Martinez. An der Bar hat man allerdings ein Problem: Es gibt so viele gute Cocktails, dass man niemals alle trinken kann die man probieren möchte. Ich empfehle wärmstens den "Golden Cadillac". Ich konnte mich auch ebenso wenig entscheiden ob ich im Club mit den ganzen Leuten tanzen sollte oder mich an den Strand chillen sollte um die Aussicht zu genießen. Der Abend endete jedoch am Strand... Die Sterne scheinen auf Korfu übrigens auch heller als irgendwo anders. Was hat diese Insel nur an sich, dass man sich so... wie soll ich sagen... verändert und mitgerissen fühlt?
Tag 7 – Ich will diesen Moment mit jedem einzelnen Menschen teilen den ich liebe
Am Nachmittag gings mit den Booten los an einen abgelegenen Strand. Diesmal waren es richtig viele Boote, denn wir waren mal wieder 500 Leute. An einem Strand der nur uns gehörte! Turntables und eine riesige Anlage waren dort aufgebaut und ganz wichtig: Ein langer Souvlakigrill. Diesmal hatten wir DJ Remake dabei, was mich besonders freute denn ich liebe RnB und Lieder die jeder Arsch kennt und mitgrölen kann. Es war der absolute Wahnsinn wie wir an diesem Strand gefeiert haben. Ultralaute Musik, tanzen am Strand und im Meer, Souvlaki essen und jede Menge Ursus trinken ließen den Großteil der Meute bis morgens um sieben tanzen und feiern. Bis DJ Remake ein "Leute ich kann nicht mehr lasst mich eine Stunde schlafen bitte" von sich gab. Ich hingegen lag ab vier Uhr Morgens auf dem Rücken in meinem Schlafsack und sah mir die Sterne an. Die Klippen um den Strand ergaben genau einen Bogen über dem sich der tiefblaue, mit tausenden Sternen übersähte Himmel öffnete. Das Meeresrauschen und die laute Musik, unterbrochen von einer jubelnden Menge, riefen pure Freude in mir hervor. Alle Probleme über die ich vor dieser Reise nachgedacht hatte schienen so klein gegen die Freude und das Gefühl von Glück in mir. Wenn Schönheit nur im Kopf passiert, trägt doch jeder das Paradies in sich.
Tag 8 – Party on the Biz – wenn eine deutsch-griechische Invasion in den Sonnenuntergang feiert
Diese Beachparty war der Beginn einer kulturellen Liebe zwischen Griechenland und Deutschland. Da die Party im White Pearl auf ganz Korfu beworben wurde, waren neben den 500 Deutschen nochmal ca. 150 Griechen am Start. Zusammen feierten wir in dieser unglaublichen Location mit einem großartigen DJ in den Sonnenuntergang hinein. Hinter mir dröhnten dicke Beats und vor mir befand sich die schönste Skyline die ich je gesehen hatte. Während die Sonne hinter dem Felsen verschwand tanzten wir im Meer auf "Alore an Danse"... Ich war noch nie auf einer so coolen Beach Party und ich werde die Bilder der untergehenden Sonne und das Gefühl von völliger Schwerelosigkeit in meiner Seele nie wieder vergessen.
Tag 9 – Und wenn ich mich an der Omiros Bar festkette, ich bleibe hier!
Und genau an diesem Tag, an dem ich schon mit dem Gefühl von Abschied aufwachte, fuhren wir wieder mit dem Boot los um die ganze Schönheit der ionischen Insel zu sehen. Ich konnte mir Pippi in den Augen oft nicht mal verkneifen. Es gab so viele Momente die ich festhalten wollte. Momente die keine Kamera aufnehmen kann weil sie durch eine Mischung aus Sehen und Fühlen entstehen und ich nur hoffen kann dass sie für immer in meinem Kopf bleiben. Nach einer weiteren Partynacht im Whispers stand ich nun mit meinem Koffer an der Fähre die mich zurück nach Venedig bringen sollte. Ich hatte jetzt schon Sehnsucht nach einer Insel die mir so vieles beigebracht und gegeben hat, und dass in nur einer Woche. Ich konnte unmöglich gehen. Ich packte mir meinen 45-kg Koffer und drehte mich um. Die Fähre fuhr an diesem Morgen ohne mich los.
Danke an...
Marco, zuerst einmal, dass du uns nach Korfu gebracht hast. Du hast uns nicht zu viel versprochen, eher zu wenig... Für deinen unermüdlichen Tag & Nacht Einsatz, egal wo es brannte und für deine zahlreichen Deals die uns vergünstigte Preise in jedem Club einbrachten.
Robi, dafür dass du uns an so viele schöne Orte gebracht hast und uns dort mit deinem Style, vor allem der gelben Badehose ;), beeindruckt hast.
Ömer, einfach für deine Art. Du bist besser als jede Kinovorstellung.
Janno, für das immer strahlende Partylächeln, deinen unglaublichen Body und die zahlreichen Vulkanos.
Marina, dass du immer am Start bist, auch wenn du keine Stimme mehr hast.
Soheyl, du bist einfach unser Big Daddy!
Mayling, für deinen Einsatz und deine ständige Bereitschaft Shots an der Bar mit uns zu trinken.
Domi, für deine Fußballhymnen, deinen Tanz an der Strandübernachtung (ja, der peinliche auf dem Felsen :D) und dafür dass du so durchgeknallt bist!
Andi, für deinen Humor... Mit dir wird es nie langweilig.
Ugur, für non stop gute Laune all around the clock. Ich frag mich wann du geschlafen hast.
An das Kamera- und Videoteam von Crystal-Tours, dafür dass euch nichts zu hoch, zu tief, zu steinig oder zu blöd war um alle Momente zu dokumentieren die uns so bewegt haben.
An das komplette Crystal-Tours Team für diese einmalige Erfahrung!